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Der erste Chihuahua
Passt ein Chihuahua zu mir?
-Das Wichtigste für einen Chihuahua ist bei seinem Menschen zu sein. Wenn Sie den ganzen Tag arbeiten sollten und ihr kleiner Freund sollte den ganzen Tag alleine Zuhause bleiben, dann sollten Sie sich lieber keinen Hund anschaffen, da ein Hund sich nicht bei ihnen wohl fühlen wird.
Sie haben sich für einen Chihuahuawelpen entschieden?!
- Sie haben eine gute Wahl getroffen! Mit einem (oder zweien?) Chihuahua werden Sie viel Freude haben. Wer diese Rasse einmal genau kennen- gelernt hat, kommt nur schwer von ihr wieder los.
Was kostet ein Welpe?
- Der Preis für einen Welpen kann sehr stark variieren. Es ist davon abhängig, ob sie Ihren zukünftigen Mitbewohner als Schmusehündchen haben möchten oder vielleicht sogar einmal eine Ausstellung oder gar eine Zucht planen. Ein Welpe mit kleineren Fehlern ist etwas günstiger, da er sich in diesem Fall wahrscheinlich nicht für die Show oder Zucht eignet. Einen vielversprechenden Welpen , der sich voraussichtlich auch für die Ausstellung eignen wird ,bekommt man ab 650,-Euro. Die Grenze nach oben ist weit gefächert, jedoch sind Preise von 600 Euro bis 1000Euro im Normalbereich (für einen Welpen). Seltene Farben, wie gestromt, huskyfarben, blau, schoko oder ähnliches können auch weitaus teurer sein, da diese Farben sehr selten sind. Desweiteren kann der Typus, der Charakter und der Körperbau den Preis eines Welpen beeinflussen. Welpen ohne Papiere sollten nur im Grenzfall gekauft werden, da hier keinerlei Kontrollen oder gar gezielte Wurfplanungen stattfinden.
Wo kaufe ich einen Welpen?
-Jeder kann seinen Welpen dort kaufen, wo er möchte. Jedoch sollte man bedenken, daß man mit dem Kauf eines Hundes auch eine gewisse Verantwortung den Tieren gegenüber hat. Der Kauf bei einem dubiosen Züchter/Vermehrer/Händler bewirkt, daß dieser nur noch mehr "produziert" und die Leidtragenden sind die Tiere. Seinen Welpen sollte man nur dort kaufen, wo man wenigstens das Muttertier und die "Aufzuchtstube" begutachten kann. Hygiene und Sauberkeit sind das A & O in der Hundehaltung!!!!! Bei einem Züchter wo man nicht bedenkenlos selber schlafen oder essen könnte , sollte man auch keinen Hund kaufen. Ein leichter Hundegeruch ist bei mehreren Welpen noch verzeihlich, aber sollte einem schon im Eingansbereich starker Gestank entgegenkommen, sollte man sich genau umschauen ,ob die für eine Zucht notwendigen Hygienemaßnahmen eingehalten werden. Verschimmelte Futterreste und dreckige, stinkende Schlafplütze im Welpenauslauf sollten zur Vorsicht animieren. Lassen Sie sich nicht aus Mitleid einen Welpen aufschwatzen! Im Zweifelsfall lieber noch einmal eine Nacht über die Entscheidung schlafen und eventuell noch andere Züchter aufsuchen. Weiterhin gibt auch das Verhalten der Hunde Aufschluss über die Haltung. Wie verhalten sich die erwachsenen Hunde und auch die Welpen Ihnen gegenüber? Sind sie freundlich ,neugierig und wollen sich streicheln lassen? Oder sind alle Tiere scheu, wirken misstrauisch und lassen sich auch nach einigen Minuten Besuchsdauer immer noch nicht anfassen? Im letzteren Falle ist Vorsicht geboten! Außerdem ist Vorsicht geboten, wenn der Züchter/Verkäufer den Welpen/die Welpen aus einem anderen Zimmer holt und Ihnen sozusagen, wie auf dem Präsentierteller vorzeigt. Oft werden Sie in ein schön geschmücktes Zimmer geführt und Ihnen wird ein Körbchen mit den Welpen auf den Tisch gestellt. Vorsicht!
Wenn Sie die Mutterhündin nicht zu Gesicht bekommen handelt es sich höchstwahrscheinlich um einen Hundehändler, der seine Welpen aus dem Osten importiert - ohne Rücksicht auf die Tiere. Das kann auch durchaus einen familiären Eindruck machen. Also Augen auf !
Ein Züchter muss bei 3 Zuchthündinnen und mehr ,einen amtlichen Sachkundenachweis vorweisen können. Außerdem muss die Zucht beim Veterinäramt gemeldet sein. Lassen Sie sich im Zweifelsfall die amtlichen Dokumente zeigen. Diese Dokumente muss auch ein Hobbyzüchter vorweisen, der nur zeitweise einen Wurf hat (genauso wie ein " Vermehrer ", der Welpen ohne Papiere anbietet!)!
Was ist beim Kauf wichtig?
- Wenn Sie sich für einen Hund entschieden haben wird der Verkäufer mit Ihnen einen Kaufvertrag machen. In diesem sollte die Daten des Hundes und die des Käufers und Verkäufers stehen. Jeder Züchter hat seine eigenen Vertragsklauseln. Wenn Ihnen am Kaufvertrag etwas nicht gefällt oder Sie sich von etwaigen Klauseln zu sehr unter Druck gesetzt fühlen, sprechen Sie den Verkäufer darauf an. Lassen Sie sich das Original des Vertrages oder eine Kopie mitgeben. Beim Kauf erhalten Sie auf jeden Fall den Impfpass mit. In diesem sollte mindestens schon eine Impfung eingetragen sein und die Tätowier- oder die Microchip-Nummer enthalten. Wenn Sie keinen Impfpass erhalten, sollten Sie vom Kauf Abstand nehmen, da der Hund nicht gegen die wichtigsten Infektionskrankheiten geimpft ist und sich somit stark erkranken könnte. Die Ahnentafel bekommen Sie in den meisten Fällen auch gleich mit. Es kann aber auch vorkommen, dass die Ahnentafeln noch beim Zuchtbuchamt liegen und somit erst später nachgeschickt werden können. Dies sollte aber im Kaufvertrag vermerkt werden. Außerdem wird der Züchter Ihnen eine Bescheinung zeigen, welche eine Patella-Luxation Freiheit der Elterntiere bestätigt. Oft existieren auch noch Formulare, die eine Herzgesundheit der Eltern bescheinigen.
Noch ein Wort zum Abgabealter::
Kaufen Sie keinen Welpen unter der 9 Woche. Erst ab diesem Alter kann der Chihuahuawelpe rein praktisch von seinem Rudel weg, da er dann einen ausreichenden Impfschutz aufgebaut haben müsste und einen ausreichenden Sozialkontakt zur Mutter und seinen Geschwistern hatte. Besser ist ein Alter von 10 Wochen.
Es raten viele Leute , dass der Welpe auf keinen Fall vor der 12. Woche abgegeben werden darf. Diesbezüglich sollte aber jeder Züchter seine eigenen Erfahrungen machen. Wissen kann man nur durch viel Erfahrung sammeln und meine Erfahrungen gehen dahin, dass es bei einem kräftigem Welpen mit 9-10 Wochen das beste Abgabealter ist. Gerade unsere Welpen sind in diesem Alter schon sehr selbstständig und genau diese 2 Wochen nutzen die Kleinen um sich von ihrer Mutter zu entfernen und sich einen neuen "Rudelführer" zu suchen. Genauso sieht es mit dem Sammeln von neuen Eindrücken aus. Je älter der Welpe wird, desto weniger ist er bereit Eindrücke zu verarbeiten, die in seiner neuen Umgebung liegen. Dazu zählen auch fremde Hunde und orts-spezifische Gegebenheiten. Ich selber habe schon Welpen mit 12 Wochen bekommen, die hätte ich lieber noch 2-3 Wochen länger bei der Mutter gelassen, so waren diese Tiere in der Entwicklung zurück. Diese Tiere kamen entweder aus Aufzuchten, die man als solche nicht betiteln dürfte, sprich mit wenig menschlicher Zuwendung und Isolation oder aus sehr liebevollen Familienaufzuchten ,die aber die Welpen aus Unerfahrenheit und Unsicherheit sehr "geschützt" gehalten haben. Eine gewisse Selbstständigkeit muss also auch den Welpen in den ersten Wochen zugetraut werden.
Deshalb hängt viel von er Aufzucht ab und je früher die Welpen zur Selbstständigkeit erzogen werden, desto schneller entwickeln sie sich geistig wie körperlich und nach diesem Stand muß der Züchter entscheiden , wann ein Welpe abgabenbereit ist.
Jeder Züchter muss selbst entscheiden können, wann ein Welpe abgabebereit ist oder nicht.
Bei einigen Individuen ist es unbedingt notwendig diese bis zur 12. oder gar länger im Hause zu behalten ,aber eine Pauschalisierung ist diesbezüglich für einige Welpen als unvorteilhaft anzusehen.
Was braucht mein Chihuahua !?
Halsband oder Geschirr?
Auch hier zählt, daß jeder seine persönlichen Erfahrungen machen muss. Ob Geschirr oder Leine werden Sie auch schnell für sich selbst entscheiden können. Wir kennen viele Chihuahuas, die flüchten, sobald man ein Geschirr in ihre Sichtweite bringt oder auch Hunde , die sich trotz langem Übens niemals in einem Geschirr wohlfühlen würden. Das man mit einem Hund der permanent an der Leine zieht , mit einem Halsband im Nachteil ist, versteht sich von selbst. Ein gut erzogener Hund kommt mit einem Halsband sehr gut zurecht und ist in seiner Bewegungsfreiheit weniger eingeschränkt als mit einem Geschirr. Ein ausführliches Leinentraining ist somit gerade beim Halsband sehr notwendig. Unsere Hunde sind Halsband gewohnt und gehen ohne Zug an der Leine und fühlen sich somit auch an der Leine wohl. Hunde die ständig ziehen, brauchen entweder eine konsequente Erziehung oder man findet sich damit ab und nimmt ein Geschirr. Die Möglichkeit kann jeder Hundehalter für sich selbst entscheiden.
Wenn es ein Geschirr sein soll, muss man darauf achten, dass das Geschirr einen Mittelsteg zwischen Hals- und Brustteil hat. Es soll weich und gut formbar sein und keine Metallteile , wie Schnallen oder Ösen mit dem Chihuahuakörper in Kontakt kommen. Ein Halsband sollte auch sehr weich und formbar sein . Eine breitere Fläche an der Kehle , wie bei einem Windhundhalsband hat sich bewährt , ist aber schwierig zubekommen. In der Stadt, bei viel Autoverkehr sollte man eine feste Leine verwenden. In wenig befahrenen Gegenden ist eine Laufleine mit Einzug von Vorteil, da der Hund einen grossen Radius zur Verfügung hat. Vergessen Sie bitte nicht , ihrem Chihuahua frühzeitig die Befehle Komm und Bleib beizubringen, dann kann der Kleine nämlich auch ohne Leine in verkehrsarmen Gegenden spazieren gehen.
Deshalb probieren geht über studieren - der Hund wird Ihnen schon sagen was er will.
Futter - trocken oder ???
Unsere Hunde bekommen Trockenfutter und wir haben damit bisher gute Erfahrungen gemacht. An mehreren Stellen im Haus stehen bei uns gefüllte Näpfe, sodaß sich unsere Hunde stets am Trockenfutter bedienen können. Es ist jedoch wichtig, daß Sie ihrem Chihuahua neben dem Hauptfutter Trockenfutter auch etwas Abwechslung bieten. Wir füttern somit zweimal in der Woche frisches Fleisch, wie grünen Pansen, Knorpelfleisch oder Ähnliches rohes Fleisch. Weiterhin kann man Gemüse, wie Paprika, geriebene Karotten mit Öl, Äpfel oder Ähnliches. Zudem gibt es bei uns häufig getrocknete Kauartikel für Hunde.
Desweiteren kann man seine Hunde auch nur mittels BARF ernähren. Weitere Infos unter http://www.barfers.de/barf/
Jedoch sollte man dieser Art der Ernährung sich unbedingt an die Vorgaben halten, da häufig viel falsch gemacht werden kann bei dieser Art der Fütterung. Mangelerscheinungen muss hier unbedingt vorgebeugt werden.
Von einer kompletten Dosenfutterernährung sind wir persönlich nicht überzeugt und raten deshalb davon ab.
Schlafplatz
Ein Chihuahua hat es gerne warm und weich. Der beliebteste Schlafplatz ist der ,beim Besitzer im Bett! Da dies jedoch nicht immer gewünscht ist, muss man sich nach Alternativen umschauen. Von unseren Hunden werden gerne Schlafhöhlen aus Plüsch angenommen. Der Schlafplatz muss dem Hund Schutz bieten und möglichst "höhlig" sein. Weitere gern gesehene Schlafplätze unserer Hunde sind: Wäschekorb, Stühle, Sofa und Kleidung die am Boden liegt. Es ist wichtig, dass ihr Welpe einen festen Schlafplatz hat, wo er nicht gestört wir und wo er sich jederzeit zurückziehen kann. Dieser Platz sollte zugfrei und ruhig sein, jedoch dem Hund die Möglichkeit bieten , das Familiengeschehen von seinem Schlafplatz aus zu beobachten. Wenn das Körbchen bsp. im Wohnzimmer steht, das Familienleben sich aber hauptsächlich in der Küche abspielt, so wird ihr Chihuahua nur ungern alleine im Wohnzimmer liegen. Das geniessen eher ältere Tiere, die nicht mehr ganz so "actionsüchtig" sind.
Impfungen:
Wir haben zur Zeit folgenden Impfplan:
Mit 6-7 Wochen bekommen unsere Welpen die erste Impfung. Je nach Infektionstatus Parvo oder Influenza.
Dann folgt mit 8-9 Wochen die SHPPiL-Impfung, nachdem die Welpen von der Mutter abgesetzt wurden. Mit 10 Wochen müsste also ein Impfschutz aufgebaut sein. Vor dieser Zeit sollte also kein Welpe den Züchter verlassen, da erst jetzt mit einem Impfschutz zu rechnen ist.
Mit 12-13 Wochen wiederholt SHPPiL und in seuchengefährdeten Gebieten empfehlen wir eine weitere SHPPiL mit 16 Wochen. Die Tollwutimpfung empfehlen wir erst ab dem 6. Monat (3 Jahre gültig), solange kein Auslandsaufenthalt geplant ist. Diese Impfungen sind die wichtigsten im ganzen Hundeleben, da hier eine Grundimmunisierung stattfindet. Da zur Zeit leider viele Hunde kommerziell aus dem Ausland importiert werden, steigt bei uns in Deutschland die Gefahr von Seuchen. Deshalb sind die Impfungen unbedingt ernst zunehmen. Lassen Sie Ihren Hund jährlich nachimpfen um die Seuchengefahr in Deutschland gering zu halten.
Wurmkur:
Lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt vierteljährlich eine Wurmkur aushändigen. Nehmen Sie nicht immer die selbe, sondern wechseln Sie regelmäßig, da auch auch bei den Würmern sich Resistenzen bilden können . Wenn Sie auf der sicheren Seite sein wollen, lassen Sie bei Ihrem Hund vor einer Wurmkur den Kot untersuchen. So kann man feststellen ,ob eine Wurmkur nötig ist. Wenn Kinder im Haus sind, sollte man besonders darauf achten, dass der Hund regelmäßig entwurmt wird!
Die Gesundheit des Chihuahuas
Chihuahuas sind in der Regel relativ selten bis überhaupt nicht krank.
Sollte es dennoch einmal der Fall sein, dann sind hier die häufigsten Erkrankungen kurz erläutert. Einige Erkrankungen sind auf sogenannte Erb- und Zuchtkrankheiten zurückzuführen. Leider gibt es immer noch sehr viele "Hundevermehrer" ,die sich kaum oder gar nicht um diese Probleme kümmern. Unter diesen unverantwortlichen "Abzock-Methoden" leiden im Endeffekt die Hunde ( und um ehrlich zu sein auch der Geldbeutel des neuen Halters). Wirklich KEIN Züchter kann seine Welpen mit der Garantie abgeben, dass der Hund sein Leben lang frei von diesbezüglichen Erkrankungen bleibt. Er kann jedoch das Risiko gegen Null minimieren, indem er eine strikte und korrekte Auswahl (bezüglich Gesundheit) seiner Zuchttiere trifft. Diese Auswahl ist meiner Meinung nach keineswegs allein die Aufgabe eines Hundevereins ,sondern die des verantwortungsbewussten Züchters, dem das Schicksal seiner Zöglinge nicht egal ist. Denn was bringt der schönste und typvollste Rassehund, der eine vielleicht optisch nicht sichtbare Erbkrankheit in sich trägt und auf seine Nachkommen vererbt!?!?! Wir wünschen uns für die Zukunft, dass ein Umdenken zugunsten der jeweiligen Rassehunde stattfindet ,um den jeweiligen Rassen begründete Vorurteile zu nehmen.
Schutzimpfungen
Der beste Schutz gegen so verheerende Infektionskrankheiten wie Staupe, Tollwut, Hepatitis, Leptospirose und Parvovirose sind die entsprechenden Schutzimpfungen. Mit 8 Wochen bekommt ein Welpe meißt seine erste Impfung. Eine zweite Impfung folgt 4 Wochen später. Eine Wiederholungsimpfung hat jedes Jahr stattzufinden. Wenn man ins Ausland reisen will, sollte man sich über die jeweiligen Einreisebestimmungen informieren.
Vorsicht vor dem Impfstoff VANGUARD(Pfizer)!
Einige Chis reagieren allergisch auf diesen Impfstoff!
Wir haben zur Zeit folgenden Impfplan:
Mit 6-7 Wochen bekommen unsere Welpen die erste Impfung, die nur aus Parvovirose besteht.
Dann folgt mit 8-9 Wochen die SHP + L -Impfung, nachdem die Welpen von der Mutter abgesetzt wurden. Mit 10 Wochen müßte also ein Impfschutz aufgebaut sein. Vor dieser Zeit sollte also kein Welpe den Züchter verlassen, da erst jetzt mit einem Impfschutz zu rechnen ist.
Mit 12-13 Wochen wird SHPPi +LT geimpft. Die Tollwutimpfung kann erst ab dem 6. Monat gemacht werden, es sei denn man lebt in einem gefährdetem Gebiet oder man plant einen Auslandaufenthalt. Diese Impfungen sind die wichtigsten im ganzen Hundeleben, da hier eine Grundimmunisierung stattfindet. Da zur Zeit leider viele Hunde kommerziell aus dem Ausland importiert werden, steigt bei uns in Deutschland die Gefahr von Seuchen. Deshalb sind die Impfungen unbedingt ernst zunehmen. Lassen Sie Ihren jungen Hund jährlich nachimpfen um die Seuchengefahr in Deutschland gering zu halten. und in seuchengefährdeten Gebieten empfehlen wir eine weitere SHPPi +L mit 16 Wochen. Ältere Hunde brauchen unseres Erachtens nicht mehr jährlich geimpft werden. Es reicht ein Impfintervall von 2-3 Jahren.
Abkürzungsverzeichnis:
LT : Tollwut & Leptospirose
SH + LT : Staupe & Hepatitis & Leptospirose & Tollwut
SHP + LT : Staupe & Hepatitis & Parvovirose & Leptospirose & Tollwut
L : Leptospirose
SH : Staupe & Hepatitis
SH + L : Staupe & Hepatitis & Leptospirose
P : Parvovirose
P forte: Parvovirose (Intensivprophylaxe)
SHP : Staupe & Hepatitis & Parvovirose
SHP + L : Staupe & Hepatitis & Parvovirose & Leptospirose
SHPPi : Staupe & Hepatitis & Parvovirose & Zwingerhusten
BbPi: Bordetella (Zwingerhusten)- Hundegrippe .Eine heutzutage notwendige Impfung, da Zwingerhusten kein Problem von "Zwingern" ist.Auch Wohnungshunde können sich bei einem Spaziergang anstecken.Leider kann diese Impfung bei einem Welpen leichte Symptome auslösen, aber natürlich wesentlich abgeschwächter als die echte Hundegrippe.
Endoparasiten
Spul- und Bandwürmer können die Gesundheit des Hundes und die der Halter beeinträchtigen. Deshalb muss eine regelmäßige Entwurmung stattfinden. Schon die Welpen müssen beim Züchter regelmäßig entwurmt werden und Spätschäden des Welpen zu vermeiden. Einen Erwachsenen Hund sollte man mindestens 2-3 mal im Jahr mit verschiedenen Mitteln entwurmen.
Ektoparasiten
Selbst sehr gepflegte Hunde können sich beim Spaziergang mal einen Floh einhandeln. Oft kommen diese von anderen Hunden, streunenden Katzen oder Igeln. Die Hunde kratzen sich auffallend oft und weisen bei starkem Flohbefall in einigen Fellpartien "Flohdreck" winzige Schmutzkrümmelchen auf, die sich auf einem nassen Taschentuch rot auflösen. Bei Flohbefall sollte beim Tierarzt ein Flohpuder oder Shampoo besorgt werden, um der Plage Herr zu werden. Nicht vergessen das Schlafkörbchen ,etc. zu behandeln !Es gibt auch tolle Mittel zur Vorbeugung gegen Ekto-parasiten wie Flöhe, Zecken und Läuse (bsp.:Frontline,Tiguvon,...). Zecken sollten mit einer Zeckenzange herausgedreht werden oder vom Tierarzt entfernt werden ,weil die Zecke nicht gequetscht werden sollte und der Kopf nicht stecken bleiben darf. Von Ungezieferhalsbändern ist bei Chihuahuas grundsätzlich abzuraten.
Zecke
hungrig
Zecke satt
Bindehautentzündung
Bei Zugluft kommt es vor ,dass Hunde eine Bindehautentzündung bekommen. Sie äußert sich durch eine Rötung der Schleimhäute und einen verstärkten Tränenfluss (Chihuahuas haben häufig tränende Augen- das ist normal) mit Juckreiz. Das Auge sollte mit einer Augensalbe behandelt werden. Bei einer Hornhauttrübung könnte eine Hornhautverletzung vorliegen und es sollte der Tierarzt aufgesucht werden.
Fontanelle
Die Fontanelle ,die viele Chihuahuas besitzen ist keine Erkrankung in dem Sinne. Sie wurde bei Hunden (wahrscheinlich Chihuahua) schon vor Beginn der heutigen Zeitrechnung beschrieben. Sie wurde bis vor einigen Jahren noch als unbedingtes Zeichen der Rassereinheit gesehen. Eine kleine Fontanelle ist bei Chihuahuas erlaubt und wird den Hund auch nicht weiter stören. Sollte die Fontanelle jedoch über einen größeren Teil des Oberkopfes erstrecken, so sollte der Hund auf keinen Fall zur Zucht eingesetzt werden. Diese Hunde sind im Kopfbereich sehr empfindlich. Die meißten Chihuahuas haben heute jedoch keine Fontanelle mehr und es sollte auch das Zuchtziel sein ,Hunde ohne Fontanelle zu züchten.
Husten/Röcheln
Ein Chihuahua hat öfter einmal "Hustenanfälle". Das muss nicht gleich heißen ,dass der Hund krank ist, sondern er kann sich einfach nur mal "verschluckt" haben. Das liegt unter anderem daran ,dass der Chihuahua eine relativ enge Luftröhre hat. Auf keinem Fall sollte man sich einreden lassen ,dass der Hund gleich einen Herzfehler oder eine schwere Bronchitis hat, denn oft stehen einige Tierärzte dem Phänomen "Chihuahua" völlig ratlos gegenüber. Oft erlebt man auch , dass ein Chihuahua sich durch dieses Verhalten in den Mittelpunkt spielen möchte ,denn dann sind Herrchen und Frauchen ja furchtbar besorgt! Einige kleine Experten haben diesen Trick schnell raus und wissen ihn geschickt einzusetzen. Sollte das Husten jedoch auf einmal sehr häufig auftreten, müsste man einen Tierarzt aufsuchen ,um eine Bronchitis oder einen Herzfehler tatsächlich auszuschliessen.
Zahnstein
Kleine Hunde neigen gern zu Zahnstein. Dadurch bekommen die Kleinen einen furchtbar schrecklichen Mundgeruch und sind gefährdet Zahnfleischentzündungen zu bekommen. Zahnausfall ist eine häufige Folge .Hier heißt es: Vorbeugung ist besser als Heilung. Oberstes Gebot ist, daß der Hund viel zu "knabbern" bekommt (Knochen,Trockenpansen,...).Bewährt haben sich auch rohe Rindfleischknochen. Ansonsten vorsichtig Zähne putzen oder vom Tierarzt eine besondere "Enzym-zahnpaste" zum Fressen eingeben. Wenn es zu spät ist sollte der Tierarzt den Zahnstein entfernen. Am besten läßt man beim Tierarzt beim jährlichen Kontrollcheck die Zähne kontrollieren.
Patella-Luxation
Die Patella (Kniescheibe) ,als knöcherne Einlagerung in einer Rille der Endsehne des Oberschenkelknochens, verbessert die Effizienz der Zugrichtung bei der Muskelkontraktion und schützt die Sehne .Die Luxatio patellae ist eine häufige Erkrankung beim Hund, die auf jeden Fall vererbt werden kann. Hierbei rutscht die Kniescheibe aus der ursprünglichen Lage heraus. Man unterscheidet die angeborene, kongenitale von der traumatisch bedingten PL. Sie kann habituell oder stationär (permanent) auftreten und in den meißten Fällen nach innen (medial) oder seltener nach außen (lateral) verschoben sein. Luxationen werden einseitig oder beidseitig gefunden, sind im geringen oder hohem Maße (Grad I-IV) ausgebildet und können mit hochgradigen Schmerzen und ausgeprägter Lahmheit einhergehen, aber auch symptomlos erscheinen. Gerade durch diese häufige Symptomlosigkeit besteht die Gefahr, daß mit diesen Hunden gezüchtet wird. Deshalb sollten alle Zuchttiere regelmäßig bezüglich dieser Problematik von einem Fachmann (Tierarzt oder erfahrener Züchter) untersucht werden .Dies ist palpatorisch (mit der Hand zu fühlen) oder röntgenologisch zu untersuchen, wobei die palpatorische Untersuchung aussagesicherer ist und unbedingt vorzuziehen ist.
Herzfehler
Ein Herzfehler bei einem normalen Chihuahua ist relativ selten. Von diesem Problem sind häufig sehr kleine Exemplare (unter 1,5 kg) betroffen, bei denen das Herz für den kleinen Körper einfach zu groß ist. Oft sind auch Löcher in den Herzwänden festzustellen, sodaß der Bluttransport erschwert wird. Diese Hunde sind wenig belastbar und sind nach kurzen Spielphasen sehr erschöpft und müde. Der Tierarzt wird in so einem Fall Herztabletten verschreiben ,um so für den Hund Erleichterung zu bringen. So können viele "Herzpatienten" ein normales Hundeleben führen. Herzfehler sind vererbbar ,können aber auch spontan auftreten. Züchterisch kann das Problem gelöst werden, indem die gezielte "Mini-zucht" (gezielt Chihuahuas unter 1500 gramm züchten) eingestellt wird. Wobei hier zu sagen ist, daß viele Minis topfit und gesund sind .Ebenso kann Übergewicht Auslöser für einen Herzfehler sein. Deshalb ist darauf zu achten, daß ein Chihuahua niemals "mopsig" wird.
Gebissfehlstellungen
Hin und wieder kommen Gebissfehlstellungen wie Vor-, Zangen- oder Rückbiss vor. Ein Zangengebiss ist erlaubt und stellt für den Hund keine Beeinträchtigung dar. Leichte Vor- oder Rückbisse verursachen meißt auch keine Probleme. Man sollte nur öfter die Zähnchen kontrollieren, da diese Tiere ,aufgrund schlechterer Abnutzung, anfälliger für Zahnstein sind. Hunde mit Vor- oder Rückbiss sind nicht für die Zucht geeignet, da sich dieses Problem weiter vererben kann.
Verhaltensstörungen
Ein Chihuahua soll freundlich, frech und aufgeweckt sein.
Verhaltensstörungen können auch ererbt sein. Beispielsweise können scheue oder agressive Eltentiere diese Eigenschaften auf ihre Nachkommen vererben. Meißtens jedoch ist es auf die Haltung des Hundes oder auf die Aufzucht zurück zuführen. Schon der Welpe muß freundlich und aufgeschlossen sein, um ein wesensfester "Erwachsener" zu werden. Erwähnen muß man, daß beim Chihuahua einige Verhaltensweisen durchaus normal sind :bsp. haben die meißten Chihuahuas "Angst" vor großen ,fremden Hunden. Das äußert sich darin,daß die Kleinen ihren Mut zusammen nehmen und den "Fremden" ganz furchtbar auskläffen. Fremden Menschen gegenüber sind viele Chis vorsichtig eingestellt- auch dies ist normal. Ansonsten ist fast alles Erziehungssache.
Inzuchtverpaarungen
Ziehen in der Regel keine gesundheitlichen Probleme nach sich, aber aus undurchdachter Verpaarung können schwere gesundheitliche Probleme entstehen. Sie sollten nur erfahrenen Züchtern vorbehalten sein, die ein bestimmtes Ziel mit solch einer Verpaarung erreichen möchten. Man sollte nicht vergessen , das alle Haustierrassen auf Basis der Inzucht entstanden sind und nur so unsere Rassenvielfalt entstanden ist. Wichtig ist das der Züchter ein ausgeweitetes Wissen über Genetik aufweist und die Ahnen der betreffenden Hunde sehr gut kennt, da sich die negativen Probleme einer Linie genauso vererben können , wie die gewünschten positiven Probleme!
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Die Farbe blau-lilac
Wir werden oft gefragt, welche Farben man miteinander verpaaren darf.
Ich werde versuchen die Thematik in vereinfachter Form kurz (auch für den Laien verständlich) aufzugreifen:
Diese Frage bezieht sich hauptsächlich auf die Farben blau und lilac, sprich die Farbe dilute ("verdünnt")!
Das Dilute-Gen bewirkt eine Aufhellung der Intensität der Fellfarbe.
Das heisst aus schwarz wird blau und aus chocolate wird lilac.
Dies wird verursacht durch das Pigment Eumelanin
( welches zusammen mit dem weiteren Pigment Phäomelanin die Haarfarbe bestimmt),
welches aufhellt und somit die Farbveränderung hervorruft.





Die Problematik die mit dieser Farbe zusammenhängt ist,
dass bei einem geringen Teil der Hunde mit der Farbe rein-dilute (rein lilac oder blau),
Probleme mit der Fellqualität auftreten. Sprich es können Hunde mit kahlen Stellen
oder im schlimmsten Fall vollständig nackte Hunde entstehen.
Aber vorsicht: Das Welpenfell ist immer voll intakt und die Probleme kommen erst mit dem Fellwechsel!
Das heisst die Farbe blau kann mit Haarausfall und Veränderungen der Haarwurzeln verbunden sein.
Bei der Verpaarung von 2 Hunden, die selber blau oder lilac sind,
ist die Wahrscheinlichkeit auf Fellprobleme bei den Welpen höher als normal.
Nun liegt das Problem aber darin, dass die Farbe dilute rezessiv auch von schwarzen
oder chocolatefarbenen Tieren genetisch getragen werden kann
(mit schwarz und choco sind auch die Hunde gemeint , die tan-Abzeichen haben oder gescheckt sind).
Sprich, ein schwarzer oder chocolatefarbener Chihuahua kann genetisch dilute tragen
und bei einer Verpaarung mit einem dilute-Partner , würden zwei dilute-Gene auf einander treffen.
Aus diesem Grund vermeidet man es möglichst einen dilute-Hund mit einem schwarzen oder chocolatefarbenen Hund zu verpaaren.
Rein theoretisch könnte es also auch bei der Verpaarung chocolate-schwarz und
schwarz-schwarz oder chocolate-chocolate zu diesem Problem führen,
allerdings ist die Wahrscheinlichkeit praktisch gesehen wesentlich geringer.
Da nur bei wenigen Dilute-Chihuahuas Probleme mit dem Fell auftreten,
wird vermutet dass noch ein weiteres Gen für die Fellproblematik verantwortlich ist, welches in
Kombination mit dem Dilute-Gen auftritt. Seltsamerweise gibt es Rassen in denen auch die Farbe
blau auftritt und diese von einer Fellproblematik ausgeschlossen sind (bsp. Deutsche Dogge, Labrador).
Andere Rassen wie Chihuahua oder Dobermann sind hingegen öfter betroffen.
Leider ist dieser Bereich der Genetik noch nicht weiter erforscht und lässt uns nur Vermutungen anstellen.
Eine weitere Schwierigkeit ist, dass es Dilute-Variationen gibt, die nicht unbedingt sofort als solche erkennbar sind.
Die Hunde mit diesen Farben haben keine Fellprobleme,
aber man muss bei Zucht natürlich genauso vorsichtig sein, wie bei rein-dilute Hunden.
Es folgen einpaar Bilder von Chihuahuas mit der Farbe dilute:

bluefawn blau-gestromt

blau-husky bluefawn

lilac-husky lilac-fawn-husky
Das Fazit für uns ist ,dass die Zucht mit Hunden mit dem "Verdünnungsgen" bei vernünftiger und geplanter Verpaarung
keine Probleme macht und die Rasse um diese
wunderschönen Farben bereichert und der Rasse ebenso ein breites Zuchtspektrum ermöglicht.
Eine weitere Risiko-Farbe ist die Farbe merle, die inzwischen auch häufiger in Deutschland anzutreffen ist.
Die Farbe verursacht bei unsachgemässer Zucht kranke, behinderte und/oder nicht lebensfähige Welpen.
Es dürfen nur Merle-Hunde (auch Tiere die nur genetisch Merle tragen und nicht sichtbar die Farbe merle haben)
mit einem Non-Merle (genetisch kein merle) Partner verpaart werden.
Hunde die aus einem Wurf mit einem Merle-Elterteil stammen sollten genetisch darauf untersucht werden
(und das Ergebnis in der Ahnentafel vermerkt werden),
ob sie kryptisch (versteckt) merle tragen oder nicht, da nur so verhindert werden kann,
dass "aus Versehen" 2 Merle-Hunde verpaart werden.
Da wir selber diese Farbe nicht züchten,
können wir uns nicht weiter zu dieser Thematik äussern, da uns hier die Erfahrung fehlt.