Standard

Was ist ein Standard? 

Die Antwort:Ein Standard ist eine vergleichsweise einheitliche oder vereinheitlichte, weithin anerkannte und meist auch angewandte (oder zumindest angestrebte) Art und Weise, etwas herzustellen oder durchzuführen, die sich gegenüber anderen Arten und Weisen durchgesetzt hat (Wikipedia) !

So gibt es viele verschiedene Chihuahuatypen.

Von einem einheitlichen Typ kann man den Chihuahuas also noch nicht sprechen.

Der Standard ist eine Beschreibung nach der ein Züchter sich richten kann.

Unserer Ansicht nach ist es reine Geschmackssache, welchen Typus man vorzieht.

Wir selber bevorzugen einen schlanken wohlgeformten Chihuahua, der gut proportioniert ist.

Die Beine sehen wir lieber etwas länger als zu kurz!

Die Winkelung der Hinterbeine sollte gut ausgeprägt sein und der Rücken möglichst gerade sein.

Der Kopf sollte nicht zu gross, aber auch nicht zu klein sein, die Augen gut eingesetzt und nicht hervorstehend.

 

Proportionen: Die Körperlänge ist etwas grösser als die Widerristhöhe; gewünscht wird jedoch ein fast quadratischer Körper, speziell bei den Rüden. 

Bei den Hündinnen ist  ein etwas längerer Körper zulässig.


Kopf / Oberkopf: Schön gerundeter Apfelkopf (ein charakteristisches Merkmal der Rasse) ohne  Fontanelle. Der Stop ist sehr ausgeprägt, tief und breit, da die Stirn über den Ansatz des Fangs gewölbt ist. Fanglängen variieren von 2 cm bis 4 cm Fang: Kurz, von der Seite gesehen gerade, am Ansatz breit, sich gegen die Spitze hin verjüngend.

   

  
Nase:  Jede Farbe ist zulässig, mässig kurz, geringfügig aufgeworfen.

             


Lippen: Trocken und gut anliegend.

 


Wangen: Wenig entwickelt und sehr trocken.


Zähne: Scherengebiss oder Zangengebiss. Vorbiss und Rückbiss sowie jede andere Stellungsanomalie der Ober- oder Unterkiefer sind nicht gewünscht.

Erwachsenengebiss:

Welpengebiss:

 


Augen: Gross und von rundlicher Form, sehr ausdrucksvoll, nicht hervorstehend,  dunkel gefärbt. Helle Augen sind zulässig, aber nicht erwünscht.


Ohren: Gross, aufgerichtet, auffallend breit an ihrem Ansatz, sich gegen die leicht abgerundete Spitze allmählich verjüngend. In der Ruhestellung sind sie seitlich leicht geneigt.


Hals / Obere Linie: Leicht gewölbt.


Körper: Kompakt und gut gebaut.


Obere Linie: Gerade.


Widerrist: Wenig ausgeprägt.


Rücken: Kurz und fest.


Lendengegend: Stark muskulös.


Kruppe: Breit und stark, ohne Neigung.


Brust: Brustkorb breit und tief, Rippen gut gewölbt; von vorne gesehen geräumig, aber nicht übertrieben; von der Seite gesehen, bis zu den Ellenbogen reichend; nicht fassförmig.


Untere Linie: Durch einen deutlich aufgezogenen Bauch gebildet. Ein schlaffer Bauch ist zulässig, aber nicht erwünscht.


Rute: Hoch angesetzt und von mässiger Länge; am Ansatz breit, sich gegen die Spitze zu allmählich verjüngend. Die Tragart der Rute ist ein wichtiges charakteristisches Merkmal der Rasse: sie wird entweder hoch im Bogen erhoben getragen, oder halbkreisförmig gerundet mit gegen die Lendengegend gerichteter Spitze, was dem Körper Ausgewogenheit verleiht. Die Behaarung ist entsprechend der Haarvarietät dem Haarkleid des übrigen Körpers angepasst. Bei der langhaarigen Varietät bildet das Haar eine Fahne. In der Ruhestellung ist die Rute hängend und bildet einen leichten Haken.

   


Gliedmassen / Vorderhand: Gerade und von guter Länge; von vorne gesehen bilden die Vorderläufe mit dem Ellenbogen eine gerade Linie; von der Seite gesehen stehen sie senkrecht mit einem leicht schräg gestellten, kräftigen und biegsamen Vordermittelfuss. Die Schultern sind trocken und wenig bemuskelt; die Winkelung zwischen Schulterblatt und Oberarm ist angemessen. Die Ellenbogen sind fest und eng am Körper anliegend, was eine freie Bewegung der Vorderhand gewährt.


Hinterhand: Gut bemuskelt, mit langen Knochen, senkrecht und zueinander parallel, mit guten Winkelungen am Hüftgelenk, am Knie und am Sprunggelenk, in Übereinstimmung mit den Winkelungen der Vorderhand. Sprunggelenke kurz, mit gut ausgebildeten Achillessehnen; von hinten betrachtet sind sie gerade und senkrecht gestellt, nicht eng.


Pfoten: Sehr klein und oval, mit gut auseinanderstehenden, aber nicht gespreizten Zehen (weder Hasenpfoten noch Katzenpfoten); die Krallen sind besonders gut gewölbt und mässig lang; die Ballen sind gut entwickelt und sehr elastisch.

 


Gangwerk: Der Schritt ist lang und elastisch, energisch und aktiv, mit gutem Vortritt der Vorderhand und gutem Schub der Hinterhand. Von hinten gesehen sollen sich die Hinterläufe zueinander fast parallel bewegen, so dass die Fussspuren der Hinterpfoten genau in diejenigen der Vorderpfoten zu liegen kommen. Mit zunehmender Geschwindigkeit zeigen die Gliedmassen die Tendenz, in Richtung der zentralen Schwerpunktslinie zu konvergieren (single track). Dabei bleibt der Bewegungsablauf frei und elastisch, ohne sichtbare Anstrengung, der Kopf erhoben und der Rücken fest.


Haut: Glatt und elastisch auf der ganzen Körperoberfläche.


Haarkleid / Beschaffenheit des Haares: Bei dieser Rasse existieren zwei Haarvarietäten ,bei der langhaarigen Varietät ist das Vorhandensein einer Halskrause mit längerem Haar höchst erwünscht.


Varietät Kurzhaar: Das Haar ist kurz und am ganzen Körper gut anliegend; wenn Unterwolle vorhanden ist, ist das Haar etwas länger; lichtes Haar an der Kehle und am Bauch ist zulässig; das Haar ist etwas länger am Hals und an der Rute, kurz im Gesicht und an den Ohren. Es ist glänzend und seine Beschaffenheit ist weich. Haarlose Hunde werden nicht geduldet.


Varietät Langhaar: Das Haar soll fein und seidig sein, schlicht oder leicht gewellt; eine nicht zu dichte Unterwolle ist erwünscht. Das Haar ist länger und bildet Federn an den Ohren, am Hals, an der Hinterseite der vorderen und hinteren Extremitäten, an den Pfoten und an der Rute. Hunde mit langem und aufgebauschtem Haar wie ein Malteser werden nicht akzeptiert.


Farbe des Haares: Alle Farben in allen möglichen Schattierungen und Kombinationen sind zulässig. Die einzige Farbe, die vermieden werden sollte ist merle, da diese Farbe mit gesundheitlichen Problemen einhergehen kann.


Grösse und Gewicht: Bei dieser Rasse wird nur das Gewicht in Betracht gezogen, nicht die Grösse  (durchschnittlich aber 18 - 22 cm ),  welches zwischen 1  und 3 kg ist, wobei ein Gewicht zwischen 2 und 3 kg den Vorzug hat.

Fehler: Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung im genauen Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte - Schmaler Schädel - Auge klein, eingesunken oder hervorquellend - Langer Fang
- Zugespitzte Ohren - Kurzer Hals - Aufgezogener Rücken oder Senkrücken - Langer Körper - Kurze Gliedmassen - Abstehende Ellenbogen - Zu eng gestellte Hinterläufe - Schmale Brust, flacher Rippenkorb - Abfallende Kruppe - Schlecht angesetzte, verdrehte oder kurze Rute - Vor- und Rückbiss - Fehlen einzelner Zähne - Deformierte Kiefer - Verdoppelung von Zähnen

Zuchtausschliessende Fehler: Hängeohr oder kurzes Ohr - Fehlen der Rute - (Gewicht über 3 kg- vereinsabhängig) - Extrem langer Körper - Schlanker, leichter, langgestreckter hirschähnlicher Typ - Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich ganz im Hodensack befinden - Luxation der Kniescheibe. Beim Langhaar: Hunde mit sehr langem, feinem und wie beim Malteser aufgebauschtem Haar .